Mittwoch, 15.10.2014 | 20:00 Uhr | Ausverkauft!

Comedy-Leseshow

TORSTEN STRÄTER

"Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben"

Vorverkauf 15 Euro plus Gebühren | Abendkasse 19 Euro / ermäßigt 15 Euro | Schüler & Studenten 12 Euro

Da isser wieder: Flottmanns Hauspoet Torsten Sträter. Ein wahres Phänomen, das eine der unnachahmlichsten und steilsten Karrieren hingelegt hat, wie man sie sonst nur hin und wieder aus den USA zu hören bekommt. Quasi vom Tellerwäscher zum Millionär! Quasi! Also eher die etwas abgeschwächte EU-Variante: vom Herrenschneider und Spediteur über Buchhändler, Horror-Schriftsteller und Poetry-Slammer zu einem der angesagtesten und gefragtesten Lese- und Literatur-Kabarettisten der Neuzeit.

Dabei hat sich herr Sträter selbstverständlich auch einige begehrte Kleinkunstpreise eingefangen: unter anderem den Publikumspreis des Prix Pantheon (Kupfer, schwer, schön, Bonn) und das renommierte Scharfrichterbeil (Stahl, scharf, schwer, Passau). Ein Preis, den Hape Kerkeling 1983 als 17jähriger gewann. Herr Sträter ist mit Mitte 40! Na, wer sagts denn? Am besten er selbst. Und zwar mit den folgenden Worten:

"Comedy mit integrierten Lesungselementen: Klingt erst mal wie Reklame für einen Couchtisch, ist aber nur die nüchterne Beschreibung für eines der lustigsten Stand-up & Sit-down-Lese-Comedy-Kabarett-Programme überhaupt."

Torsten Sträter liest seine Geschichten vor und erzählt dazwischen seltsames Zeug. Reichlich davon. Deshalb erzählt er sicherheitshalber auch nur von Dingen, von denen er etwas versteht, also zum Beispiel:

Die Einsamkeit, die einen umweht, wenn man sich in der gesamten Republik über die eigene Familie lustig macht, tote Hunde, triviale Literatur, die Kindheit im Ruhrgebiet (dauert an), Diäten, soziale Befindlichkeiten, Fleischwurst-Beschaffungsmaß-nahmen, der ganze Kladderadatsch.

Dabei erhebt sich Torsten Sträter niemals über sein Publikum. Das ist die emotionale Reife des Endvierzigers. Außerdem weiß er genau, wer ihm die Playstation 4 finanziert. Seine „Kundschaft“ ist mit ihm gewachsen, aber ohne den üblichen Verlust an Augenhöhe, und so lautet die ständige oberste Direktive: zusammen Spaß haben.

Ist das Kabarett oder Comedy? Wen juckt das? Nennen Sie es „tiefenentspannte Neurosen-deutungslasagne“, wenn Sie Lust haben. Lachen werden Sie trotzdem.

 

"Torsten Sträter liest so, wie Bruce Willis aussieht" WDR